Feuerwehr rüstet mit Einsatzdrohne auf
07. August 2018

Kontrolle aus der Luft -  das ist für viele Einsatzereignisse bei der Feuerwehr ein wichtiges Erfordernis. Ab sofort verfügen die Wolfsberger Feuerwehren nunmehr das technische Mittel dazu.

Mit dem von der Stadtgemeinde finanzierten Ankauf einer 4.000 Euro teuren „Drohne“  (einer Art fliegenden Kamera) können nun mittels elektronischer Fernsteuerung Bilder aus bis zu 150 Meter Höhe zur Leitstelle am Boden gesendet werden. Dies dient der gezielten Bekämpfung von Waldbränden, aber auch der Personensuche (mittels einer zusätzlich angebrachten Wärmebildkamera) oder der Situationsanalyse bei unzugänglichen Vermurungen nach Hochwasser-Ereignissen.

Vorgestellt wurde die neue Einsatzdrohne gestern, Montag, von der Feuerwehr Reideben, wo das Gerät stationiert ist und wo das dazu nötige, spezialisierte Personal ausgebildet wurde. „Wir haben uns mit diesem technischen Thema intensiv beschäftigt und können nun als eine Art Spezialeinheit überall die nötige Hilfestellung leisten“, erklärte der Kommandant der FF Reideben, Christian Hartl.

„Gerade die Spezialisierung wird im Feuerwehrwesen immer wichtiger“, ergänzte der zuständige Referent, Stadtrat Christian Stückler. „Über eine solide Grundausstattung hinaus können so einzelne, kleinere Feuerwehren für bestimmte Einsatzbereiche besonders hochwertig ausgerüstet werden.“

Wolfsbergs Gemeindefeuerwehr-Kommandant Christoph Gerak betonte, dass Wolfsberg mit dem Ankauf und der Spezialisierung auf die Einsatzdrohne ein Vorreiter in Kärnten sei. Insgesamt gebe es im Lavanttal rund 63.000 Hektar Waldfläche mit der entsprechend hohen Gefahr von Wald- und Flurbränden.

Die technische Einschulung auf die Drohne erfolgte durch die Firma Aviscopter aus Ettendorf, die das in China produzierte Gerät in Österreich vertreibt. Für den Betrieb sind jeweils zwei Personen erforderlich, ein Steuermann und ein sogenannter „Operator“. Gesetzlich muss die Drohne immer in Sichtweite geflogen werden, Einsätze sind nur bis nach Einbruch der Dämmerung erlaubt.

Foto: Präsentation der Drohne in Reideben, v.l. Gemeindefeuerwehr-Kommandant Christoph Gerak, Kommandant Christian Hartl (FF Reideben), Stadtrat Christian Stückler, Rene Inkret (Drohnen-Spezialist der FF Reideben) und Harald Meyer (Fa. Aviscopter).