TESTBETRIEB: Neuer E-Bus flüstert in Wolfsberg
06. Dezember 2018

Kärntens erster E-Citybus ist seit heute im viertägigen Probebetrieb in Wolfsberg im Einsatz. Der Test soll der Postbus GmbH Erkenntnisse über Technik/Reichweite sowie Akzeptanz der Bevölkerung bieten.

Eingesetzt wird der E-Bus alternierend auf den Wolfsberger Stadtbuslinien 1 und 2. Der Bus bietet 15 Sitz- und 12 Stehplätze, der Fahrpreis ist der gleiche wir im herkömmlichen Bus (am Adventwochenende Fr und Sa um 1 Euro ganztägig!). Eine volle Akkuladung bei dem 6,5 Meter Bus ermöglicht eine Reichweite je Anwendung von bis zu 200 Kilometer.

Bei einer gemeinsamen Testfahrt durch die Stadt Wolfsberg mit einem E-Bus der Österreichischen Herstellerfirma Kutsenits überzeugten sich Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, Landesrat Ulrich Zafoschnig, Landtagsabgeordneter Johann Weber, ÖBB-Postbus-Geschäftsführer Thomas Duschek sowie  viele weitere Interessierte von den Vorteilen eines 100 Prozent emissionsfreien, geräuscharmen, co2– und feinstaubfreien umweltfreundlichen Mobilitätsangebotes.

Dazu eingeladen haben ÖBB Postbus und das Land Kärnten. In den Tagen des Probebetriebes im Stadtverkehr Wolfsberg sollen wichtige Erkenntnisse für den dauernden Einsatz gewonnen werden und vor allem Benützer über Vorteile informiert werden.

In seiner Begrüßung stellte Wolfsbergs Bürgermeister Hans – Peter Schlagholz die Notwendigkeit der neuen E-Mobilität mit den damit verbundenen Senkung der Feinstaubbelastung in seiner Stadt vor und betonte: „„Die Stadtgemeinde Wolfsberg ist aktiv am E5 Programm für mehr Energie-Effizienz und Klimaschutz beteiligt. Einer der Schwerpunkte ist in diesem Rahmen das Thema „sanfte Mobilität“ mit Förderung des öffentlichen Verkehrs und in weiterer Folge auch der Prüfung von Einsatzmöglichkeiten der Elektromobilität.  Mit dem Testbetrieb für den E-Bus setzen wir gemeinsam mit unserem Partner Postbus und dem Land Kärnten ein Zeichen für mehr Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit.“ 

Für den Mobilitätsreferenten und Landesrat Ulrich Zafoschnig bedeutet diese Präsentation in der Stadt Wolfsberg einen entscheidenden Schritt: „Gemeinsam investieren wir in den nächsten Jahren verstärkt in alternative Antriebsformen im öffentlichen Verkehr, um die Mobilitätswende in Kärnten mit großen Schritten voranzutreiben. Mit dem Einsatz des E-Busses machen wir das Lavanttal zu einer Vorbildregion für zukunftsweisende Mobilität."

Umweltfreundliches Fahren im urbanen Umfeld, in Tourismusregionen oder Naturschutzgebieten ist vor allem für ÖBB-Postbus ein zentrales Thema. Gesetzliche Vorgaben zur CO2-Reduktion, Verschärfung der Feinstaubgrenzwerte aber auch der Lärmemission sind wichtige Eckpunkte für die Zukunft.

Thomas Duschek, ÖBB Postbus Geschäftsführer begrüßt diese Initiative des Landes und der Stadtgemeinde Wolfsberg: „In Kärnten fahren täglich über 180 Busse, das sind im Jahr nahezu 10,5 Millionen Kilometer. Der Anteil der von Postbus versorgten Gemeinden beträgt 98 Prozent“, und betont: „Der größte Teil unserer Fahrgäste sind Kinder und Jugendliche – jene, die von den Folgen des Klimawandels in Zukunft besonders betroffen sein werden. Daher ist Klimaschutz neben der Sicherheit unserer Fahrgäste ein zentrales Thema, dem wir besonderes Augenmerk schenken. Wir gehen mit innovativen Projekten neue Wege und übernehmen als größtes Busunternehmen in Österreich Verantwortung.“

Auch ÖBB Postbus Regionalmanager Alfred Loidl ist sich seiner Verantwortung bewusst und verfolgt mit diesem Probebetrieb die Möglichkeit weitere umweltfreundliche Projekte in Kärnten zu installieren. „Wir sehen uns als umweltbewussten Partner für alle Fahrgäste in Kärnten und wollen vor allem für die Zukunft ein klares Bekenntnis zur Busbeförderung abgeben. Unser Ziel ist es aber nicht nur urbane Gebiete „grüner, gesünder und lebenswerter“ mit zu gestalten sondern wir möchten auch den Sinn des umweltfreundlichen Unterwegsseins forcieren. Mit der E-Mobilität befinden wir uns auf einem geeigneten Weg.“

Am Foto von links: Alfred Loidl (Regionalmanager ÖBB-Postbus), Chauffeur Martin Mehringer, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, Thomas Duschek (Geschäftsfüher ÖBB-Postbus GmbH), Landesrat Ulrich Zafoschnig und LAbg. Johann Weber.