Sanierungs-Offensive für die Gemeindestraßen
11. June 2019

Mit Investitionen von nahezu 800.000 Euro startet die Stadtgemeinde Wolfsberg jetzt eine Offensive zur Sanierung der Gemeindestraßen. Dies wurde in der  Gemeinderatssitzung am 6. Juni einstimmig beschlossen.
357 Kilometer Straßen müssen von der Stadtgemeinde Wolfsberg erhalten werden. Teilweise herrscht bei diesen dringender Sanierungsbedarf. Nun wurden in einem ersten Schritt für 2019 im Rahmen des sogenannten „Nachtragsvoranschlages“ rund 780.000 Euro für Sanierungen und weitere 270.000 Euro für laufende Erhaltungsmaßnahmen beschlossen.

Vom Land Kärnten werden die Maßnahmen im Rahmen des Kommunalen Tiefbauprogrammes mit 250.000 Euro gefördert. In das Programm fallen Sanierungsmaßnahmen für den Feldweg (235.000 Euro), Obirweg (71.000 Euro), die Gräberner Straße (244.000 Euro) und das Projekt Hattendorf-St. Mareiner Straße (231.000 Euro).

„Damit können wir die dringendsten Vorhaben unmittelbar in Angriff nehmen“, freute sich Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz. Tiefbaureferent Josef Steinkellner betonte, dass die Investitionen den umliegenden dörflichen Bereichen zugute kommen und damit auch den ländlichen Raum stärken.

Eine Reihe weiterer Beschlüsse fand einhellige Zustimmung aller Fraktionen: So ein Antrag der Grünen, wonach zur Vermeidung von Plastikmüll die Möglichkeit geschaffen werden soll, Trinkwasserflaschen in Wolfsberger Geschäften nachzufüllen. Wolfsberg ist damit die dritte Stadt in Österreich (nach Wien und Graz), in der diese „Refill“-Initiative umgesetzt wird.

Ca. 300.000 Euro werden heuer in bauliche Maßnahmen am Wirtschaftshof Wolfsberg investiert. Unter anderem wird der bestehende alte Salzsilo abgebrochen und durch einen neuen mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Tonnen ersetzt. Zugleich wird auch das alte Verwaltungsgebäude im nördlichen Bereich geschleift und damit dringend benötigte Lagerfläche (z. B. für Sandsäcke für den Katastrophenschutz) gewonnen. Durch Umplanungen wird auch der Platz für den Recyclinghof ausgeweitet.

Beschlossen mit einer Gegenstimme der Grünen wurde der Ausstieg aus dem Leader-Projekt „Schlosspark-Aktiv“. Laut Bürgermeister Schlagholz sei unter anderem das Haftungsrisiko für die Stadtgemeinde zu hoch, so wären alleine zu Beginn rund 25.000 Euro für Baumsicherungsmaßnahmen nötig und für die Erhaltung der Wege hätten in den nächsten fünf Jahren weitere 120.000 Euro investiert werden müssen.

In einem einstimmig beschlossenen Dringlichkeitsantrag von Bürgermeister Schlagholz wird die Bundesregierung aufgefordert, den Städten und Gemeinden die durch vorzeitige Neuwahlen verursachten Kosten zu ersetzen. „Eine Wahl kostet die Stadtgemeinde Wolfsberg über 80.000 Euro“, so der Bürgermeister. „Es ist nicht einzusehen und nicht akzeptabel, dass wir nun abermals für vorzeitige Neuwahlen drei Jahre vor Ende der Legislaturperiode zur Kasse gebeten werden.“

Foto: Die Sanierung des Feldweges in Neudau wurde bereits in Angriff genommen.