Generalsanierte Musikschule feierlich eröffnet
07. October 2019

2,042 Mio. Euro – davon 764.000 Euro aus Mitteln der Stadtgemeinde Wolfsberg – wurden mit Start 2018 in die Komplettsanierung der Wolfsberger Musikschule investiert. Gestern, Mittwoch, erfolgte am Abend  im Beisein von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz die feierliche, von zahlreichen musikalischen Darbietungen umrahmte  Eröffnung.

Das Gebäude am Schulplatz blickt auf eine interessante historische Entwicklung zurück. Errichtet im Jahr 1857 diente es zunächst als Volksschule und später als Haupt- und Berufsschule, ehe es von 1964 bis 1980 das musisch-pädagogische Realgymnasium beherbergte. 1981 erfolgte eine Groß-Renovierung mit Neu-Nutzung als Kultur- und Vereinshaus, einschließlich Musikschule und Jugendzentrum.

Nun wurde das ehrwürdige Gebäude „vom Keller bis zum Dachboden“, so Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, einer kompletten Sanierung unterzogen. Zu den Maßnahmen gehören die Sanierung der Fassade und des Daches, Erneuerung der Böden und Installationen, Instandsetzungen und Verbesserung der Akustik, ein Fernwärmeanschluss und die Barrierefreimachung mit Einbau eines Liftes.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 2,042 Mio. Euro. Die Stadtgemeinde trägt davon 746.400 Euro (davon wiederum 224.600 Euro aus einem Regionalfonds-Darlehen), 810.000 Euro kommen aus dem Kärntner Schulbaufonds und 468.100 Euro als Zuschuss des Bundes im Rahmen des Kommunalinvestitionsgesetzes.

„In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt haben wir sogar die Fassade wieder an die ursprüngliche Farbe von 1857 angepasst,“ betonte der Bürgermeister, der sich bei allen beteiligten Firmen sowie bei den Anrainern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülern und Eltern für das gezeigte Verständnis während der Bauarbeiten bedankte.

„Die Jugend gehört in die Stadt und daher wollen wir als Stadtgemeinde der Jugend die bestmögliche Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärte Schlagholz unter Hinweis auf die Größe und Bedeutung der Musikschule Wolfsberg  mit rund 800 Schülern, 36 LehrerInnen und den drei Standorten in Wolfsberg, St. Stefan und St. Margarethen.

Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnete die Musikschule Wolfsberg als „eine der größten und schönsten Kärntens“ mit einer wichtigen Funktion für die Kultur des Lavanttales, denn Musik „ist eine der wunderbarsten Formen der Kunst“. Gesamt gibt das Land Kärnten laut Kaiser 34 Mio. Euro pro Jahr für das Musikschulwesen aus, wobei davon 13 Mio. Euro aus Mitteln der ORF-GIS-Gebühren finanziert werden.

Durch den Abend moderierte der Direktor der Musikschule, Daniel Weinberger, der unter anderem die Landtagsabgeordneten Claudia Arpa und Johann Weber, Vizebürgermeisterin Manuela Karner, Vizebürgermeister Ewald Mauritsch, Pfarrer Christoph Kranicki und Pfarrerin Renate Moshammer sowie Stadt- und Gemeinderäte und zahlreiche Vertreter der in der Musikschule ansässigen Vereine begrüßen konnte. Als Vertreterin dieser Vereine überbrachte die Obfrau des Singkreises Wolfsberg, Evelyn Wagner, Gruß- und Dankesworte.

Mit musikalischen Darbietungen begeisterten Inola und Quentin Weinberger, die Gruppe Celtic Connection, das Brass Ensemble, Klavier-Solistin  Dorothee Breidler und die Fanfaren-Bläser Tobias Wordl und Jonas und Niklas Presser.

 

Am Foto von links: Baumeister Josef Gutschi (Bauamt Wolfsberg), Vizebürgermeister Ewald Mauritsch, LAbg. Johann Weber, Vizebürgermeisterin Manuela Karner, Landeshauptmann Peter Kaiser, LAbg. Claudia Arpa, Pfarrerin Renate Moshammer, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, Fachbereichsleiter-Musikschulen Johannes Hirschler und Direktor Daniel Weinberger. Im Vordergrund von links Dorothee Breidler, Quentin Weinberger und Inola Weinberger.