Gemeinderat bestellte neue Stadtwerke-Geschäftsführung
15. November 2019

Ing. Mag. Dieter Rabensteiner hat aus gesundheitlichen Gründen die Geschäftsführung der Wolfsberger Stadtwerke GmbH mit Wirksamkeit zum 15.11.2019 zurückgelegt.

Die Stadtgemeinde Wolfsberg und die Wolfsberger Stadtwerke GmbH bedauern diesen Schritt, haben aber Verständnis dafür, dass die Gesundheit Vorrang hat. Ing. Mag. Dieter Rabensteiner hat weiterhin das Vertrauen des Eigentümers. Er verbleibt auf ausdrücklichem Wunsch des Eigentümers in der Gesellschaft und wird die laufenden und von ihm betreuten Projekte weiterführen.

Aus gesetzlichen Gründen war es daher notwendig, unverzüglich eine neue Geschäftsführung zu bestellen. Die Geschäftsführung wird ab 15.11.2019 Mag. Harald Wenzl übernehmen. Der Gemeinderat hat dies in der Sitzung am 14.11.2019 nach dem Auszug der Mitglieder der FPÖ-Fraktion einstimmig beschlossen.

Mag. Harald Wenzl (50) ist Prokurist der Judenburger Stadtwerke AG und bestens mit den Wolfsberger Gegebenheiten vertraut. Die Judenburger Stadtwerke AG hat bereits vor einigen Jahren mit der Wolfsberger Stadtwerke GmbH eine gemeinsame Tochtergesellschaft, die Lavnet Telekom GmbH, gegründet. Die Lavnet Telekom GmbH ist in Wolfsberg Kabelnetzbetreiber und Internetanbieter.

Mag. Harald Wenzl wird von der Judenburger Stadtwerke AG für die Übernahme der interimistischen Geschäftsführung zur Verfügung gestellt, d.h. Mag. Wenzl ist nicht Mitarbeiter der Wolfsberger Stadtwerke GmbH, sondern übernimmt ab 15.11.2019 die Geschäftsführung. Der Vertrag läuft bis 30.6.2020. Im Frühjahr 2020 soll die Geschäftsführung neu ausgeschrieben werden.

Gleichzeitig hat der Gemeinderat den Abschluss einer Vereinbarung mit der Judenburger Stadtwerke AG über Leistungen in den Bereichen Wasser und Abwasser beschlossen. Die Stelle des Leiters des Wasserwerks ist derzeit nicht besetzt. Hier läuft ein Ausschreibungsverfahren. Bis zur vollständigen Einarbeitung bietet die Judenburger Stadtwerke AG  ihr Fachwissen an. Rabensteiner scheidet auch aus der Geschäftsführung der Lavnet aus, die  der bisherige Co-Geschäftsführer Dietmar Leitner alleine übernimmt.

„Sowohl für die Ausschreibung des neuen  Geschäftsführers als auch für die Einarbeitung des zu bestellenden neuen Leiters der Abteilung Wasser/Abwasser wird ausreichend Zeit benötigt. Mit den Stadtwerken Judenburg und Mag. Harald Wenzl haben wir für diesen Zeitraum eine hervorragende Lösung mit großem Know-how gefunden“, betonte Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz.

Hochwasserschutz für St. Stefan

Mit dem Beschluss zur Projektierung - um Kosten von 120.000 Euro mit einem 20prozentigen Gemeindeanteil - wurde der erste Schritt für umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich Pailbach gesetzt. „Mit der gesamten Umsetzung ist innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre zu rechnen“, so Bürgermeister Schlagholz.

Gemeinde vermietet Parkplätze

Am Rindermarkt im Bereich der Pfarrkirche werden von der Gemeinde ab 1.1.2020 insgesamt 17 Parkplätze zu einem monatlichen Preis von 40 Euro vermietet. Schriftliche Ansuchen dafür können ab 18.11. bei der Stadtgemeinde eingebracht werden. Bürgermeister Schlagholz: „Das Grundstück gehört der Kirche, die Stadtgemeinde hat für die Gestaltung aber viel investiert und durch die temporäre Vermietung der Parkplätze kommt ein Teil dieser Mittel wieder an die Gemeinde zurück.“

Ankauf Feuerwehrfahrzeug

Der schon seit längerem geplante Ankauf eines Feuerwehrfahrzeuges für die FF Forst als Ersatz für ein fast 30 Jahre altes Altfahrzeug wurde einstimmig beschlossen. An den Kosten von 214.000 Euro beteiligt sich der Landesfeuerwehrverband mit 46.000 Euro.

Diskussion um Anträge

Ein Antrag der ÖVP auf Umstellung der Müllabholung (Einführung der gelben Säcke und Altpapiertonnen für Haushalte) wurde nach Diskussion mehrheitlich abgelehnt. Vizebürgermeister Ewald Mauritsch verwies auf eine interne Prüfung durch die Umweltabteilung, wonach im Falle einer Umstellung erhebliche Mehrkosten (vermehrte Abholfahrten) entstehen würden. Bürgermeister Schlagholz betonte, dass man mit einer Umstellung bis zu einer bevorstehenden landesweiten Regelung warten wolle.

Einstimmig angenommen wurde ein Dringlichkeitsantrag der Grünen, wonach die Parlamentsclubs und die Landesregierung aufgefordert werden, zur Entlastung des Wolfsberger Durchzugsverkehrs eine Mautbefreiung für den Autobahnabschnitt zwischen Wolfsberg-Süd und Wolfsberg-Nord zu erreichen. Bürgermeister Schlagholz erinnerte an die lange Geschichte dieser Forderung, für die er persönlich schon 2004 als Straßenreferent mit dem Slogan „Am Stau vorbei - über die A2“ eingetreten sei.

In einem weiteren, einstimmig beschlossenen  Dringlichkeitsantrag richtete Bürgermeister Schlagholz an das Finanzministerium sowie an den Städte- und Gemeindebund die Forderung nach Aufhebung der steuerlichen „Liebhaberei-Bestimmung“ für städtische Abgangsbetriebe. „Derzeit kann z.B. der Abgang unseres Stadionbades in Höhe von jährlich rund 400.000 Euro steuerlich nicht als Verlust und damit zur Senkung der  Körperschaftssteuer geltend gemacht werden“, erklärte Schlagholz. Diese extreme Benachteiligung muss geändert werden!“