Neues Kinder- und Jugendprogramm im Museum im Lavanthaus vorgestellt
22. June 2023

„Unser Museum ist eine Schatzkiste, die wir verstärkt für den Schulunterricht öffnen wollen“, erklärte Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin Michaela Lientscher heute, Mittwoch, bei der Präsentation des neuen Museumsangebotes, das Mehrwert für den Unterricht bieten und zugleich auch bei Jugendlichen die Freude für den Museumsbesuch wecken soll. Erarbeitet wurde das Konzept von Museumsleiter Christian Bachhiesl, der gemeinsam mit Vzbgm. Lientscher bereits begonnen hat, das Angebot direkt in den Schulen vorzustellen.

Spezialführungen
Neben der auch bisher schon durchgeführten „Querschnittführung“ durch sämtliche Museumsbereiche werden künftig auch Spezialführungen für Schulklassen und Schülergruppen angeboten. Diese lassen sich aufgrund der enormen Vielfalt des Museumbestandes besonders gut auf einzelne Unterrichtsbereiche umlegen. Als Beispiele nennt Bachhiesl Geschichte (z.B. die Wurzeln Wolfsbergs im Jahr 1007 mitten in der Weltgeschichte), Deutsch (die Literatinnen Christine Lavant und Gertrud Schmirger, bekannt als „Gerhart Ellert“), Naturwissenschaften (Besonderheiten der Lavanttaler Pflanzenwelt, Fauna, Fossilien), Geographie, Religion oder auch Bildnerische Erziehung (die wertvollen Lavanttal-Panoramen von Markus Pernhart) und Filmgeschichte (Maximilian und Maria Schell). Die Dauer der Sonderführungen wird rund 60 Minuten betragen. Mitwirkung von Lehrern und Schülern sind besonders erwünscht, auch individuelle Schwerpunktsetzungen sind möglich. Der Preis für Sonderführungen beträgt EUR 2,- pro Person (Lehrpersonal hat freien Eintritt).

Workshops für Kinder und Jugendliche
Zusätzlich zu den Spezialführungen werden auch rund 90- bis 120minütige Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten, die eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Gegenstand ermöglichen. Konzepte sind bereits für folgende Themen erstellt: „Geschichte“, „Fauna, Flora, Naturgeschichte“, „Bergbau und Wirtschaft“, „Literatur, Kunst und Kultur“, „Tradition, Volkskultur und Brauchtum“ sowie „Römerzeit und Mittelalter“. Die Workshops richten sich an die Altersgruppe 6-16 Jahre, die Gruppengröße sollte zwischen 5 und 15 Personen liegen. Der Preis beträgt EUR 4,- pro Person. Einen fixen Platz im Museums-Angebot für die Jugend wird weiterhin der Lavanttal-Explorer einnehmen, ebenso wie Rätselrallyes und Spurensuchen.

Über das spezielle Jugendprogramm hinaus soll es künftig einen Schwerpunkt zur Lavanttaler Kriminalgeschichte geben. Für Herbst ist außerdem in Kooperation mit der Universität Klagenfurt eine Postkarten-Ausstellung mit dem Titel „Ungelaufen“ (Postjargon für Karten, die nie abgeschickt wurden) geplant.

Foto 1: Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher mit Museums-Leiter Christian Bachhiesl (rechts) und Museums-Mitarbeiter Daniel Strassnig.

Foto 2: Kinder beim Museumsbesuch