Vortrag am 10. April: Museum widmet sich der britischen Militärgerichtsbarkeit in Kärnten
25. March 2024

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges installierte die britische Besatzungsmacht in Kärnten eine Militärregierung, deren vielschichtiger Verwaltungsapparat die meisten Lebensbereiche der einheimischen Bevölkerung tangierte. Dazu zählte auch ein dreigliedriges System eigener Gerichte der Militärregierung. Vor diesen Summary, Intermediate und General Courts hatten sich insgesamt rund 18.000 Personen wegen unterschiedlichster Delikte zu verantworten, die in der Nachkriegszeit begangen wurden.


Eine eigene Kategorie stellten die überwiegend in Kärnten durchgeführten britischen Kriegsverbrecherprozesse dar. Dabei ging es um die Ahndung von Verbrechen, welche während des Zweiten Weltkrieges an alliierten Kriegsgefangenen in den zahlreichen Arbeitskommandos des POW-Lagers Wolfsberg sowie an Häftlingen in den KZ-Außenlagern am Loiblpass begangen worden waren.

Im Vortrag wird eine Zusammenschau der Tätigkeit britischer Militärgerichte in Kärnten von 1945 bis 1955 geboten.

Der steirische Historiker Manfred Brunner hat sich in mehreren Publikationen mit dem Justizwesen in der britischen Besatzungszone auseinander gesetzt, unter anderem 2023 in seiner Dissertation „Britische Nachkriegsjustiz in Österreich unter besonderer Berücksichtigung der Intermediate Courts und General Courts“.

Veranstaltungsdetails:

Manfred Brunner: Britische Militärgerichtsbarkeit in Kärnten nach dem 2. Weltkrieg

Datum: Mittwoch, 10. 04. 2024

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Museum im Lavanthaus, St. Michaeler Straße 2, 9400 Wolfsberg

Der Eintritt ist frei!