Klima-Energie-Preis 2020: Jedes Projekt ein Gewinn für die Umwelt
10. March 2022

Und der Sieger heißt: Klasse 3b der Volksschule St. Marein. Mit tollen und vielen nachahmenswerten Ideen nahmen die Wolfsberger Volks- und Mittelschulen am diesjährigen Klima-Energie-Preis der Stadtgemeinde teil. Juryentscheid und Online-Voting (mit 4.500 Votes!) sahen schließlich die 3b der VS St. Marein als knappen Sieger, gefolgt von den Klassen 4ab der VS St. Margarethen und der 3. und 4. Klasse der Volksschule Prebl.

Die Schecks für die siegreichen Klassen (500,-, 300,- und 200 Euro für die Klassenkasse) wurden heute, Donnerstag, vor Ort von  Bürgermeister Hannes Primus, Umwelt-Stadtrat Jürgen Jöbstl und LAbg. Claudia Arpa (in Vertretung von Umwelt-Landesrätin Sara Schaar) an die glücklichen Schülerinnen und Schüler übergeben. „Herzliche Gratulation den Siegern für die tollen Projekte“, so Bürgermeister Primus. „Es sind aber auch alle anderen eingereichten Vorschläge ein Gewinn für die Umwelt und hätten sich einen Preis verdient.“ Für Stadtrat Jöbstl war die Qualität der eingereichten Arbeiten ein besonderes Lob wert: „Die Jugend steckt voller guter Ideen für Umwelt und Nachhaltigkeit. Danke an alle Klassen für das begeisterte Mitmachen!“

  1. Platz: 3b der VS St. Marein: „Flieg hoch, kleiner Schmetterling“

Mit dem Projekt "Flieg hoch kleiner Schmetterling" möchte die Klasse auf das Aussterben dieser Tierart aufmerksam machen. Jeder einzelne Schmetterling hat einen wertvollen ökologischen Nutzen. Außerdem soll auf einen sorgsameren Umgang mit unserer Umwelt und Natur hingewiesen werden. Vor allem den Kindern soll bewusst werden, dass jedes noch so kleine Lebewesen einen wichtigen Teil zum Kreislauf der Natur beiträgt.

  1. Platz : 4ab der VS St. Margarethen. „Schritt für Schritt – KLIMAFIT“

Ein Drittel der CO2-Emissionen verursacht in Österreich der Verkehr. Für eine intakte Umwelt soll den Schülern der nachhaltige Nutzen des „Zu-Fuß-Gehens“ bewusst gemacht werden. Sie ist die klimafreundlichste, leiseste, natürlichste, billigste aber vor allem die  gesündeste Art der Fortbewegung.  Diese Fortbewegung lässt sich problemlos in den Alltag der Kinder integrieren. Ein Spaziergang im Freien, ein kleiner Einkauf im Ort oder der Fußmarsch zur Schule und wieder nach Hause – jeder Schritt zählt.

Die mit Fitnessuhren ausgestatteten Schüler gaben ihre Ergebnisse täglich in eine Excel-Tabelle ein. Durch das erstellte Diagramm werden die Ergebnisse sichtbar gemacht und tragen zur Motivation bei.

  1. Platz: 3. U. 4. Klasse der VS Prebl: „Prebler Sonnenkinder“

2020 wurde am Dach der VS Prebl eine Photovoltaikanlage installiert. Den Kindern war es wichtig, den Grund, die Funktionsweise und die Auswirkungen einer PV-Anlage zu erfahren. Dazu wurde das Projekt "Prebler Sonnenkinder" gestartet. Im Zuge von mehreren Workshops wurden den SchülerInnen der 3. und 4. Schulstufe viel praktisches Wissen vermittelt. Die Kinder nahmen mit, dass die Sonnen-Energie in Form von Strom vielseitig einsetzbar ist, natürlich aber nicht immer und ausreichend zur Verfügung steht, jedoch auch die Kinder großen Einfluss auf den Verbrauch haben. Mit diesem Wissen strahlen die Prebler Sonnenkinder jetzt noch mehr!

Fotos:

1 – Bürgermeister Hannes Primus, Stadtrat Jürgen Jöbstl und LAbg. Claudia Arpa mit der siegreichen 3b Klasse der Volksschule St. Marein mit Klassenlehrerin Karin Schultermandl-Dohr.

2- Den 2. Preis übergaben Bürgermeister Hannes Primus, Umwelt-Stadtrat Jürgen Jöbstl und LAbg. Claudia Arpa an beiden 4. Klassen der VS S. Margarethen (am Bild mit den Klassenlehrerinnen Angelika Sabath und Marion Grassler sowie Nationalpark-Rangerin Gabriele Golger-Oberwinkler).

3- Die VS Prebl gewann den 3. Preis. Bürgermeister Hannes Primus, Umweltstadtrat Jürgen Jöbstl, die LAbg. Claudia Arpa und Günther Rampitsch (Leiter der Umweltabteilung) gratulierten den Kindern sowie der Direktorin Andrea Jörke-Oberdorfer und Lehrerin Michèle Tribondeau

Die weiteren Einreichungen (alphabetisch gereiht):

  • Erste Klasse der MS Wolfsberg- Bildungswelt Maximilian Schell: „Aus Alt mach Neu“ - Aus Fanta, Cola, Sprite, wird eine Sitzgelegenheit!

Alte Sachen zu verwerten und diesen ein zweites Leben mit einer völlig anderen Funktion zu geben, sind immer in Mode und sehr cool.

Die meisten Produkte, die wir täglich kaufen und verwenden, sind in Plastikverpackungen enthalten, die in hohem Maße zur Umweltverschmutzung beitragen. PET-Flaschen sind die gebräuchlichsten und haben eine belastbare und  flexible Struktur.

Aus diesem Grund bastelte die 1. Klasse der Mittelschule Wolfsberg, Bildungswelt Maximilian Schell aus PET-Flaschen coole Hocker für ihr Klassenzimmer.

Außerdem wurde passend zum Thema ein Gedicht verfasst: https://www.youtube.com/watch?v=VdMOty3IDb4

 

  • Klassen 3abc und der Kleinklasse 2 der Volksschule Wolfsberg, Bildungswelt Maximilian Schell: „In 28 Tagen CO2-frei und inklusiv durch Wolfsberg!“

4 Schulwochen lang waren die Kinder der 3. Klassen und der Kleinklasse 2 klimafreundlich unterwegs. Am Schulweg, bei Lehrausgängen und in der Freizeit wurden CO2-freie Kilometer gesammelt. Das gewonnene Wissen setzten die Schülerinnen und Schüler kreativ im Unterricht um – Klima-CO2-Spar-Buch, Schattenbilder, Rap uvm. Mit ihrer Begeisterung steckten sie auch ihre Familien an, ab jetzt, viele Wege zu Fuß zurückzulegen.

Als Klimadetektive entdecken wir Wolfsberg auf Schritt und Tritt – wir sparen CO² und bleiben fit. Gemeinsam haben wir 4357,49 km CO2-frei geschafft!

 

  • Klasse 3a der Sportmittelschule St. Stefan, Christine Lavant

-Die Schülerinnen und Schüler lernen regional und saisonal einzukaufen und zu verkochen.

- Es soll eine Bewusstseinserweiterung stattfinden, dass ein übermäßiger Fleischkonsum sowohl schlecht für die Gesundheit als auch für die Umwelt ist.

- Der eigene Haushalt soll auf Regionalität und Saisonalität geprüft werden, in weiterer Folge sollen die bevorzugten Supermärkte dahingehend unter die Lupe genommen werden.

- Durch die Bepflanzung der hauseigenen Kräuterschnecke sollen die Schülerinnen und Schüler auf der einen Seite das richtige Handwerk erlernen und auf der anderen Seite die richtige Pflege und Nutzung der Kräuter.

- Besichtigung heimischer Betriebe sollen Einblicke gewähren WOHER die heimischen Produkte kommen, WELCHEN Weg diese Produkte vom Acker bis zum Laden nehmen usw.

- Überprüfung der Gütesiegel und deren Bedeutung im Hinblick auf den Einkauf, sowie die Transportwege verschiedener Produkte.